20 | 05 | 2012

Folge 3: Das Hasenessen

Folge 3: Das Hasenessen

Einmal jährlich im Jänner oder Februar werden alle Musiker, die während des Jahres bei mindestens einem Begräbnis ausgerückt waren, zum "Hasenessen" beim Hiaslwirt eingeladen. Diese Aktivität, von unserem Tenoristen Franz Uttenthaller und unserem ehemaligen Musikerkollegen Karl Eichinger, die beide Jäger sind und abwechselnd die Hasen spendeten, ins Leben gerufen, hält sich schon seit nun über 20 Jahren und gilt als echte Tradition beim Musikverein.

Die Begräbnisformation setzt sich aus Trompeten, Flügelhörnern, Tenorhörnern, Posaunen, Hörnern, Tuben und einer großen Trommel zusammen: sprich nahezu einzig aus Blechblasinstrumenten. Somit kennt ein Großteil aller aktiven MusikerInnen den Brauch des "Hasenessens" gar nicht. Umso mehr Wert hat diese Tradition dafür bei den Blechbläsern. Es ist zwar meist zeitlich schwierig, weil die meisten Berufstätige, Schüler oder Studenten sind, aber wenn es irgendwie geht, nimmt sich jeder Zeit, um bei einem Begräbnis einen musikalischen Beitrag zu leisten.

Und ganz unbelohnt bleibt diese Bemühung ja nicht. Um es mit den Worten des Musikerkollegen Johannes Brummeier auszudrücken: "Naja, zwoa drei mal hab i eh Zeit ghabt, dann ladens mi wenigstens zum Hasenessen ein!"

RAI

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